Medienbeteiligung : Springer steigt bei ProSiebenSat1 aus

Der Axel Springer Verlag will seine Anteile an ProSiebenSat1 nun doch verkaufen. Damit geht die Sendergruppe komplett in die Hände eines Hedgefonds. Springer verliert viel Geld bei dem Geschäft.

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Die Axel Springer AG veräußert ihre Beteiligung an ProSiebenSat1. -Foto: ddp

Das Unternehmen hat sich mit den Investoren Kohlberg, Kravis and Roberts (KKR) und Permira auf einen Verkauf des Zwölf-Prozent-Anteils an der Sendergruppe geeinigt. KKR und Permira, die bereits die Mehrheit an ProSiebenSat1 halten, zahlen pro Aktie knapp 20 Euro, was über eine halbe Milliarde Euro in die Kassen von Springer spülen wird. Der Verkauf muss allerdings noch durch die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) genehmigt werden.

Springer hatte im vergangenen Jahr versucht, selbst ProSiebenSat1 vollkommen zu übernehmen. Dies hatte das Kartellamt allerdings untersagt. Der damalige Mehrheitseigner der Sendergruppe, der US-Milliardär Haim Saban, verkaufte seine Anteile daraufhin an den US-Fonds KKR und die britische Permira. Diese versuchten bereits zu Beginn des Jahres, das Unternehmen mit einem Übernahmeangebot vollständig zu übernehmen, scheiterten zu diesem Zeitpunkt aber an Springer. Der nun an Springer gezahlte Preis liegt deutlich unter dem Gebot von Januar. Damit hat sich das Medienunternehmen viel Geld entgehen lassen. Warum die Anteile jetzt verkauft werden ist unklar. Permira und KKR gehören zu den weltgrößten Private-Equity-Firmen und sind auf Übernahme, Umbau und Wiederverkauf von Unternehmen spezialisiert. (mac/dpa)

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