Wirtschaft : Medienbranche findet Berlin optimal

Umsatz und Beschäftigung sollen steigen

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Berlin Ein großer Teil der in der Region Berlin-Brandenburg ansässigen Medienunternehmen will 2005 mehr Umsatz machen und neue Arbeitsplätze schaffen. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage der Standortförderer Medienboard und Medianet Berlin-Brandenburg unter 750 Firmen hervor.

Danach erwarten 42 Prozent der befragten Unternehmen steigende Umsätze und zunehmende Investitionen (Vorjahr: 36 Prozent). Ein Viertel der Unternehmen will Arbeitsplätze schaffen – allerdings überwiegend für freie Mitarbeiter. Besonders Softwarefirmen und die Werbe- und Designbranche rechnen mit steigenden Investitionen. Die Mehrheit der Befragten erwartet außerdem, dass die Bedeutung der Inhalte-Lieferanten (etwa Multimedia, Spiele oder TV und Film) zunehmen wird. Zwar ist das Geschäftsklima in der Hauptstadtregion nicht ganz so gut wie auf Bundesebene. Dort erwarten 52 Prozent der Medienunternehmen steigende Umsätze. Die Zufriedenheit der Branche mit dem Standort Berlin-Brandenburg wächst aber von Monat zu Monat. So betrachten aktuell 62 Prozent der Unternehmen ihren Standort als „optimal“. Vor sechs Monaten lag der Anteil noch bei 47 Prozent.

Zu einem ähnlichen Ergebnis war das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Ende 2004 gekommen. In einer großen Studie in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer äußerten sich die IT- und Medienunternehmen aus der Region sehr zufrieden über die Standortbedingungen. Allerdings zeigte sich auch, dass die Branche zersplittert ist und überwiegend aus kleinen und mittelständischen Firmen besteht. Entsprechend kleiner als im Bundesdurchschnitt fallen deshalb auch die Beschäftigungseffekte aus.

„Die Medienbranche schaut wieder nach vorne“, sagte Medienboard-Geschäftsführerin Petra Müller. „Die Zufriedenheit mit dem Standort ist in allen Segmenten der Medienwirtschaft deutlich gewachsen.“ Dies bestätige „die Strategie der Länder, in Berlin-Brandenburg ein Investitionsklima für Medienunternehmen zu schaffen“, sagte Holger Schöpper, Geschäftsführer des Medianet. mot

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