Wirtschaft : Megafusion in der Werbebranche Publicis und Omnicom werden Weltmarktführer

Gut aufgelegt.
Gut aufgelegt.Foto: dpa

Paris - Die beiden Konzerne Publicis und Omnicom wollen sich zum weltgrößten Werbedienstleister zusammenschließen. Geplant sei eine Fusion unter Gleichen, teilten die Unternehmen am Sonntag mit. Die Aktionäre der beiden Agenturen sollten jeweils rund 50 Prozent des Aktienkapitals des neuen französisch-amerikanischen Werbegiganten erhalten. Das neue Unternehmen werde seine Hauptsitze in Paris und New York haben. Ein Zusammenschluss der zwei Unternehmen wäre der bislang größte in der Werbebranche. Er würde die 4,9 Milliarden Dollar schwere Übernahme der Aegis-Gruppe durch die japanische Dentsu im März in den Schatten stellen. Publicis und Omnicomsind an der Börse zusammengerechnet mehr als 35 Milliarden Dollar wert. Damit würden sie Marktführer WPP aus Großbritannien übertreffen.

Publicis-Chef Maurice Levy und Omnicom-Chef John Wren wollen das neue Unternehmen 30 Monate lang als gleichberechtigte Vorstandsvorsitzende führen. Danach soll Wren den Konzern allein leiten. Von der Fusion versprechen sich die Agenturen Synergieeffekte von 500 Millionen Dollar. 2012 erlösten Publicis und Omnicom zusammengerechnet mit 130 000 Mitarbeitern knapp 23 Milliarden Dollar. Der fusionierte Konzern hätte bessere Chancen auf Wachstumsmärkten wie Brasilien, China und Russland, sagte Analyst James Dix von Wedbush Securities. Das Vorhaben muss noch von verschiedenen Kartellbehörden genehmigt werden. Die Fusion könnte die zum Teil ohnehin schon gebeutelte Werbeindustrie weiter unter Druck setzen und zu einer Konsolidierung führen. „Was zuvor undenkbar war, könnte nun Sinn ergeben“, sagte Analyst Brian Weiser von Pivotal Research. WPP könnte beispielsweise nach der US-Agentur Interpublic greifen.rtr

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