Wirtschaft : Mehdorn wirft Walter Bau „üble Nachrede“ vor

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Die Walter Bau AG hat der Bahn vorgeworfen, Mitschuld an ihrer Insolvenz zu tragen. BahnChef Hartmut Mehdorn ärgert sich darüber. „Das nenne ich üble Nachrede. Wir haben keine schlechte Zahlungsmoral. Wir halten uns exakt an die vertraglichen Zahlungsziele.“ 99 Prozent der monatlich 6000 Rechnungen zahle die Bahn pünktlich. Die Bahn habe Walter Bau Aufträge im Volumen von 460 Millionen Euro erteilt, aber der Baukonzern habe eine Nachtragssumme von 490 Millionen Euro geltend gemacht. Auch davon seien „weit über 150 Millionen Euro“ bezahlt. Einige Posten seien nur gerichtlich zu klären, etwa eine Forderung von 20 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem Kölner Bahnhof . Für die an der Berliner Baustelle Bahnhof Papestraße beteiligten Subunternehmen habe die Bahn sogar außer der Reihe Geld gezahlt, das aber Walter Bau nicht weitergegeben habe. Wenn Walter Bau alle Forderungen durchsetzen könnte, müsste die Bahn 30 bis 40 Millionen Euro zahlen, sagt Mehdorn. Insolvenzverwalter Werner Schneider führte unterdessen Gespräche mit den Hausbanken. Wie es hieß, wollten die Banken mit einer Zwischenfinanzierung den Weiterbetrieb ermöglichen.

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