Wirtschaft : Mehr Aussteller zur Luftfahrtschau

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Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (Ila) in Schönefeld erwartet trotz der Anschläge vom 11. September in diesem Jahr einen neuen Ausstellerrekord. Auf der Luftfahrtschau, die vom 6. bis zum 12. Mai auf dem Flughafengelände in Schönefeld stattfindet, werden rund 1000 Firmen aus 40 Ländern erwartet. Bislang liegen 800 feste Zusagen vor. Zur letzten Ila, im Jahr 2000, wurden 941 Aussteller gezählt. Eröffnet wird die Messe in diesem Jahr von Bundeskanzler Gerhard Schröder. Die ersten drei Tage sind Fachbesuchern vorbehalten.

Erneut verzichten müssen die Veranstalter, die Messe Berlin und der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), aber auf die Beteiligung des US-Flugzeugherstellers Boeing. Die Amerikaner begnügen sich mit der Teilnahme an den beiden führenden europäischen Veranstaltungen im französischen Le Bourget und im britischen Farnborough, die alle zwei Jahre im Wechsel stattfinden. Dabei findet die Ausstellung im britischen Farnborough nahezu zeitgleich mit der Ila statt. Die Briten hatten ihre Luftfahrtschau aus Konkurrenzgründen erstmals vor zwei Jahren in unmittelbare zeitliche Nähe zur Ila gelegt. In diesem Jahr beginnt die britische Messe Ende Juli, also nur rund zwei Monate später.

BDLI-Geschäftsführer Hans Eberhard Birke erinnerte daran, dass man sich darum bemühe, vom zweijährigen Ausstellungsturnus wegzukommen. Wunschvorstellung der Industrie sei es, die drei wichtigsten Luftfahrtmessen in Zukunft zusammenzufassen und im dreijährigen Turnus stattfinden zu lassen. Bisher seien die anderen Veranstalter aber nicht darauf eingegangen. "Eine Voraussetzung dafür ist aber, dass die Ila weiter zulegt", sagte Birke. Gemessen an der Zahl der vertretenen Länder, Aussteller, Flugzeuge und Quadratmeter rangiert Schönefeld nach Le Bourget und Farnborough zurzeit auf dem drittem Platz.

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