Wirtschaft : Mehr Falschgeld im Umlauf Zahl der Blüten steigt, aber der Schaden sinkt

Frankfurt am Main - In Deutschland ist immer mehr Falschgeld im Umlauf. Die Zahl der eingezogenen Blüten stieg 2008 auf 41 000, nach 40 000 im Vorjahr, wie die Bundesbank am Montag in Frankfurt am Main mitteilte. Dennoch ging die Schadensumme insgesamt um 100 000 Euro auf 3,5 Millionen Euro zurück. Die Bank begründete dies mit dem Rückgang gefälschter 200-Euro-Scheine. Diese machten 2008 nur noch ein Prozent aller sichergestellten Blüten aus.

Unter den Zinkern scheint der Hunderter im Trend zu liegen. Mit 32 Prozent lief er im vergangen Jahr erstmals dem Fünfziger (31 Prozent) den Rang ab. Auf Platz drei lag der 20-Euro-Schein, gefolgt von Fünfern und Zehnern. Schlusslicht mit einem Prozent ist die größte Note, der 500-Euro-Schein.

Die Bundesbank bat alle Bürger, Geldscheine weiter auf Echtheit zu prüfen. Allzu groß ist die Wahrscheinlichkeit, auf eine Blüte zu stoßen, allerdings nicht: Deutschland liegt mit rund fünf Fälschungen auf 10 000 Einwohner pro Jahr weit unter dem Durchschnitt des Euro-Raums.

Die Gefahr, Falschgeld angedreht zu bekommen, ist am Geldautomaten eher gering, sagte ein Sprecher der Bundesbank. Die Banken hätten sich vertraglich verpflichtet, an ihren Automaten nur von der Bundesbank oder von zertifizierten Maschinen geprüfte Scheine auszuzahlen. Wer dennoch mit einem Schein bezahlt, der vom Verkäufer als Fälschung erkannt wird, muss diesen bei der Polizei abgeben – falls der Verkäufer die Banknote nicht sofort gegen eine Quittung einbehält und die Behörden alarmiert. Auf einen Ersatz der Summe haben Verbraucher allerdings keinen Anspruch. AFP/dpa

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