Mehr Forschung, mehr Innovationen : DIHK fordert "Innovationsbeschleuniger"

Kleine und mittlere Unternehmen brauchen Hilfe vom Staat, sagt DIHK-Chef Eric Schweitzer. Expertenkommission legt Mittwoch Innovationsbericht vor.

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Forschung: Ein Mitarbeiter der Forschungsabteilung des Fahrradreifenherstellers Schwalbe testet einen Reifen auf seine Widerstandskraft gegen spitze Gegenstände.
Forschung: Ein Mitarbeiter der Forschungsabteilung des Fahrradreifenherstellers Schwalbe testet einen Reifen auf seine...Foto: Oliver Weiken/dpa

Um die Innovationsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen zu stärken, fordert die Wirtschaft „Innovationsbeschleuniger“ von der Politik. „Dazu zählt eine flächendeckende Versorgung mit Breitband und weniger Bürokratie, etwa bei Zulassungs- und Genehmigungsverfahren“, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer, dem Tagesspiegel. Auch eine steuerliche Forschungsförderung könne, sofern sie nicht zu Lasten der bewährten Projektförderung gehe, einen Investitionsimpuls setzen, meint der DIHK-Chef. Bislang gibt es eine solche steuerliche Hilfe nicht.

An diesem Mittwoch wird die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Gutachten zum Stand der Innovationen in Deutschland übergeben. 2015 hatte die Bundesregierung ihr Ziel, jährlich drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Forschung und Entwicklung (FuE) einzusetzen, erstmals erreicht. Das honoriert auch die Wirtschaft. „Die Bundesregierung setzt hier richtige Akzente im Forschungsbereich, in dem sie ihre FuE-Ausgaben in den letzten zehn Jahren um rund 60 Prozent erhöht hat“, sagte Schweitzer. Allerdings profitieren davon vor allem große Unternehmen. Er sehe mit Sorge, dass „deutlich weniger kleine und mittlere Unternehmen ihre Innovationstätigkeiten ausweiten wollen“, betonte der DIHK-Chef.

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