Mehr Geld für Banker und Sparkassen-Angestellte : 4,5 Prozent mehr und keine Samstagsarbeit

Beschäftigten von Kreditinstituten bekommen mehr Geld. Darauf haben sich Arbeitgeber und die Gewerkschaft Verdi geeinigt. Doch in anderen Branchen gab es zuletzt kräftigere Aufschläge.

Der Tarifkonflikt zwischen Verdi und den Banken hatte sich über Wochen hingezogen.
Der Tarifkonflikt zwischen Verdi und den Banken hatte sich über Wochen hingezogen.Foto: dpa

Die rund 210.000 Mitarbeiter von Banken und Sparkassen bekommen in den nächsten beiden Jahren 4,5 Prozent mehr Geld. Zum 1. Juli steigen ihre Gehälter um 2,4 Prozent, zum 1. Juli 2015 dann um weitere 2,1 Prozent, wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes am Montag in Wiesbaden mitteilten. Die von den Arbeitgebern gewünschte Einführung der Samstagsarbeit sei "vom Tisch", erklärte Verdi.
Die Einigung gelang in der dritten Verhandlungsrunde. Verdi-Verhandlungsführer Uwe Spitzbarth erklärte, der Tarifabschluss könne sich sehen lassen; die Gehälter im Bankgewerbe hielten nun Schritt mit der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung. Zum 1. Januar gebe es zusätzlich eine Einmalzahlung von 150 Euro. Die Auszubildenden erhalten den Angaben beider Seiten zufolge statt einer prozentualen Anhebung zum 1. Juli 2014 und zum 1. Juli 2015 jeweils 25 Euro mehr; die Einmalzahlung betrage für sie 50 Euro. Das Ergebnis sei "der Branchenlage angemessen", erklärte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Stephan Leithner, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank. Es seien "pragmatische Lösungen im Interesse der Beschäftigten" und der Banken gefunden worden.


Leithner betonte, es sei zwar keine "moderate Erweiterung der Samstagsarbeit" vereinbart worden, es bleibe aber dabei, dass Beschäftigte in den Filialen samstags eingesetzt werden dürfen, sofern ein Wettbewerber in der Nähe öffne. Auch die von den Gewerkschaften gewünschte Verlängerung von Vorruhestandsansprüchen sei nicht vereinbart worden.
Vor der dritten Tarifrunde hatte es - wie schon vor den beiden ersten Runden - Warnstreiks gegeben. Verdi hatte einen Einmalbetrag von 100 Euro sowie 3,5 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten gefordert. Der Arbeitgeberverband wollte vor allem erreichen, dass die Beschäftigten auch am Samstag arbeiten. Diese Forderung lehnte Verdi strikt ab. AFP

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