Wirtschaft : Mehr Geld für die Forschung

BERLIN (olm).Eine Aufstockung des Förderetats um ein Prozent auf 500 Mill.DM erwartet die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) für das laufende Jahr.Dabei setzt der neue AiF-Hauptgeschäftsführer Michael Maurer auf das Versprechen der Bundesregierung, insbesondere für den Mittelstand mehr Forschungsgelder zur Verfügung stellen zu wollen.Er hoffe, so Maurer am Mittwoch in Berlin, daß es sich bei der zugesagten Aufstockung des Etats nicht um eine Eintagsfliege handelt.Rund 180 Mill.DM sind 1999 von der AiF allein für die industrielle Gemeinschaftsforschung eingeplant, an der sich bundesweit 107 Forschungsvereinigungen beteiligen.

Große Hoffnungen setzt Maurer in die neuen Bonner Organisationsstrukturen, nach denen die Industrieforschung jetzt allein dem Wirtschaftsminister untersteht.Damit würden Kompetenzen gebündelt und Synergieeffekte freigesetzt, die dem Mittelstand zugute kämen.Eine bessere Nutzung der Fördermittel für die deutsche Forschung sei schon deshalb wichtig, weil große Bereiche des Förderetats an gesetzliche Strukturmaßnahmen gebunden sind.Mit acht Mrd.DM gibt der Bund mehr als die Hälfte des zur Verfügung stehenden Etats nur für die Steinkohle aus, sagte Maurer.Am 15.Juni wird die AiF anläßlich ihres sechsten Innovationstages in Berlin zusammen mit 200 Ausstellern einige Ergebnisse der öffentlichen Forschungsförderung präsentieren.Erwartet werden auch die Vertreter aus den zehn AiF-Kontaktbüros in Mittel- und Osteuropa.Das erste dieser osteuropäischen Büros, über die inzwischen mehr als 300 Kooperationsprojekte realisiert werden, wurde 1996 in Moskau eröffnet.

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