Mehr Geld mit weniger Passagieren : Airlines berappeln sich – auch Air Berlin

Der ridge Sparkurs und der Abbau überschüssiger Kapazitäten macht sich bei immer mehr europäischen Fluglinien bezahlt. So hat Air Berlin im Januar mit weniger Passagieren mehr Geld verdient.

 Im Vormonat reisten 1,88 Millionen Gäste mit Deutschlands zweitgrößter Airline. Das waren 1,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Schon seit etwa einem Jahr setzt Air Berlin konsequent auf die Strategie, Flugzeugkapazitäten zu reduzieren und sich auf rentable Strecken zu konzentrieren. Das schließt allerdings nicht aus, dass Air Berlin lukrative Ziele wie Mallorca und das spanische Festland künftig sogar verstärkt anfliegen will. Neu im Programm sind zudem Nischenflüge nach Bosnien und in den Irak.

Leichte Entspannung zeichnet sich auch bei British Airways (BA) ab, nachdem die Gesellschaft im vergangenen Jahr quasi kurz vor der Pleite stand. Zwar beförderte die Airline im Januar etwas weniger Passagiere als im Vorjahresmonat. Der radikale Sparkurs von Konzernchef Willie Walsh scheint aber zu greifen: Im dritten Geschäftsquartal (hier Oktober bis Dezember) verbuchte BA einen operativen Gewinn von 25 Millionen Pfund (28,6 Millionen Euro), hieß es am Freitag aus London. Analysten hatten mit einem Verlust zwischen 90 und 100 Millionen Pfund gerechnet.

Um das zu erreichen, hatte BA zuletzt Tausende Stellen gestrichen. Die Airline ist besonders stark abhängig von Geschäftsreisenden, die in Zeiten der Krise weniger geflogen sind oder sogar auf die servicearme Billigkonkurrenz wie Easyjet und Ryanair umgestiegen sind.

Auch bei letztgenannten Iren lief das Geschäft zuletzt entsprechend gut. Bereits Anfang der Woche hatte Ryanair mitgeteilt, dass der Verlust weiter verringert wurde und dass man im laufenden Geschäftsjahr mit einem Gewinn von 275 Millionen Euro rechne. kph

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