MEHR LEIHARBEIT : IG Metall befürchtet massiven Missbrauch

Die IG Metall befürchtet nach dem Ende der Krise einen massiven Ausbau der Leiharbeit, weil die Unternehmen zuvor gestrichene Arbeitsplätze nicht mehr mit fest angestellten Mitarbeitern besetzen. Die Zahl der Leiharbeiter könnte dann schnell von aktuell 500 000 auf rund 2,5 Millionen steigen. Leiharbeit werde dann noch stärker missbraucht, „um Arbeits- und Tarifbedingungen zu unterlaufen und Dumpinglöhne zu etablieren“. Nach Beobachtung der IG Metall ist Leiharbeit inzwischen Teil der strategischen Personalplanung. Nach einer Studie der Otto- Brenner-Stiftung werden Leiharbeiter über einen längeren Zeitraum fester Bestandteil der Belegschaft – dies oft bei schlechteren Bedingungen und schlechterer Bezahlung gegenüber Stammkräften. Nach Angaben der IG Metall ist die Zahl der Leiharbeiter in Deutschland wegen der Krise von Mai 2008 bis Mai 2009 um ein Drittel von 722 000 auf 508 000 geschrumpft. Die IG Metall fordert bei gleicher Arbeit die gleiche Bezahlung. Zum anderen dürfen Leiharbeiter in einem Unternehmen nicht länger als sechs Monate beschäftigt werden, danach müssten sie fest angestellt werden. ro

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben