Wirtschaft : Mehr Wachstum mitsozialistischen Rezepten

Bericht über Weißrußland

BERLIN (dpa).Weißrußland hat mit einem Rückgriff auf sozialistische Investitions- und Finanzpolitik im ersten Halbjahr 1997 eine überraschend kräftige Wirtschaftsbelebung erreicht.Die Impulse werden jedoch nach Ansicht führender Wirtschaftsinstitute unter den gegebenen Rahmenbedingungen, zu denen die Abhängigkeit vom marktwirtschaftlich orientierten Rußland gehöre, nicht in ein breites Wachstums münden können.Für 1998 könnte es sogar einen leichten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts geben; dieses habe nach offiziellen Angaben in den ersten sechs Monaten um real elf Prozent zugelegt.Obwohl statistische Ungereimtheiten unübersehbar seien, müsse "von einer deutlichen Belebung der wirtschaftlichen Aktivität ausgegangen werden", schreiben das Berliner DIW, das Institut für Weltwirtschaft Kiel und das Institut für Wirtschaftsforschung Halle in einem Bericht zur Entwicklung in Weißrußland.Die Wende bei den Investitionen, die um 18 Prozent expandierten, habe sich vor allem in der Industrieproduktion und im Wohnungsbau ausgewirkt.Alle Prognosen hingen in starkem Maße davon ab, inwieweit Rußland bereit sei, weiterhin die Politik seines Nachbarlandes zu alimentieren.

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