Wirtschaft : Mehrere Interessenten für Premiere

Mit der geordneten Insolvenz der Kirch-Media ist es nach Ansicht des Vorstandschefs der Münchner Hypo-Vereinsbank, Albrecht Schmidt, gelungen, die Wertvernichtung bei dem Münchner Medienunternehmen aufzuhalten. "Ich hoffe, dass die Umstrukturierung im nächsten halben Jahr steht", sagte der Chef der zweitgrößten deutschen Bank dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Bei Kirch-Media und Kirch Pay-TV gebe es mehrere Interessenten. "Es wird also für alles Lösungen geben", sagte Schmidt. Am Freitag war bekannt geworden, dass die Mitgesellschafter der Kirch-Media um die Medienunternehmer Rupert Murdoch und Silvio Berlusconi sowie der Handelskonzern Rewe eine weitere Kapitalspritze für das Kerngeschäft der Kirch-Gruppe erwägen.

Nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" geraten beim Ringen um die Zukunft der zahlungsunfähigen Kirch-Media auch die in der ProSiebenSat.1 Media gebündelten Free-TV-Sender Pro 7, Sat.1 und Kabel 1 unter Druck. Auf die Fernsehsender kämen Nachverhandlungen mit den Hollywood-Studios für die Zahlung von Film- und Fernsehrechten zu.

Bislang werde der weitaus überwiegende Teil der Zahlungen für die Filmrechte vom Bezahlsender Premiere getragen. Auf die frei empfangbaren Sender entfällt ein weitaus geringerer Teil, schreibt die Zeitung. Sollte der defizitäre Bezahlsender jedoch aus dem Medienkonzern herausgetrennt werden, könnte das für die restlichen Kirch-Sender zu erheblichen Problemen bei der Filmversorgung führen. Dem Bericht zufolge verhandeln bereits die Hollywood-Studios Disney, Warner und Columbia gemeinsam mit der KirchMedia über einen neu gestalteten Vertrag.

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