Mein ERSTES Geld (142) : Ein Knochenjob

Friedrich Joussen Deutschlandchef von Vodafone

Ich habe mit 13 oder 14 Jahren angefangen, Nachhilfe zu geben. Meist in Mathematik oder Latein. Einen Jungen habe ich sogar rundum in allen Fächern betreut. Der war ein richtiges kleines Biest und hat mir einmal Schwarzpulver in meine Zigarette gefüllt. Viel Geld gab es trotz des Ärgers natürlich nicht für die Nachhilfe. Das habe ich erst mit 16 Jahren am Hochofen in Duisburg Marxloh verdient. Ich war in einem Bautrupp, der zwischen Weihnachten und Neujahr Konverterwände erneuert hat. Das war ein Knochenjob und es war irre heiß. Aber ein Geld hat es gegeben: Mit den satten Aufschlägen gab es 25 Mark die Stunde. Ich habe acht Tage gearbeitet und pro Tag 200 Mark verdient. Da ich ein konservativer Mensch bin, habe ich das meiste gespart.

Aufgezeichnet von Corinna Visser

Friedrich Joussen ist 1963 Duisburg geboren. 1988 begann der Elektrotechnikingenieur seine Karriere bei Mannesmann. Seit 2005 ist er Chef von Vodafone in Deutschland. Er ist verheiratet und hat vier Kinder.

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