Mein ERSTES Geld : 200 Mark am Tag für Würstchen

Kamyar Niroumand, Vorstandsvorsitzender von Beta Systems spricht über sein erstes selbstverdientes Geld.

Kamyar Niroumand

Mit 16 habe ich bei Hertha-Spielen im Olympiastadion Bier und Würstchen verkauft. Das habe ich auch bei Konzerten in der Waldbühne gemacht. Das machte richtig Spaß – zum einen war ich Hertha-Fan, zum anderen war ich in der Waldbühne vor den anderen Besuchern und konnte den Stars nahe kommen – den Stones zum Beispiel. Wir bekamen kein festes Gehalt, sondern waren am Umsatz beteiligt. Es gab zehn Prozent. Wer guten Umsatz machte, konnte schnell aufsteigen: Als Läufer konnte man ein besseres Gebiet bekommen, später einen festen Stand. Ich hatte zum Schluss in der Waldbühne einen Stand rechts von der Bühne, im Olympiastadion die „Gaststätte N“ gegenüber der Haupttribüne. In den vier Jahren habe ich viel über Vertrieb gelernt. Etwa, dass man mehr verkauft, wenn man freundlich ist. Schlecht verdient habe ich auch nicht: 200 Mark pro Tag. Damit habe ich mir mein Studium finanziert. Mit 24 konnte ich mir eine Hertha-Dauerkarte leisten.

Aufgezeichnet von Corinna Visser

Kamyar Niroumand, geboren 1960 in Teheran, wuchs in Berlin auf. Er arbeitete bei Siemens-Nixdorf und bei T-Systems. 2006 wurde er Vorstandsvorsitzender bei der Berliner Beta Systems Software AG.

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