Mein ERSTES Geld (210) : Bitte langsamer arbeiten

27.02.2012 13:02 UhrVon Thorsten Klapproth
Thorsten Klapproth ist Vorstandsvorsitzender von WMF. Foto: promo
Thorsten Klapproth ist Vorstandsvorsitzender von WMF. - Foto: promo

Besteck und Töpfe sind sein Geschäft. Wie man Geld verdient, lernte WMF-Chef Thorsten Klapproth in der Fabrik - und auch, dass man sich dabei nicht überarbeiten soll.

In den Schulferien, als ich 15 oder 16 Jahre alt war, habe ich am Band in einem Unternehmen gearbeitet, das Ventile für die Autozulieferindustrie produziert. Das war eine Erfahrung für das ganze Leben. Zum einen, weil ich mit den etwa sieben Mark pro Stunde für meine erste Hifi-Anlage sparen konnte und diese auch heute noch funktioniert. Zum anderen, weil ich als Teenager bereits die Realität einer solchen Arbeitswelt kennenlernen konnte: Man hat uns Schüler darauf hingewiesen, dass wir doch bitte langsamer arbeiten mögen, um den Schnitt nicht kaputt zu machen. Die Argumentation basierte auf der Tatsache, dass wir Schüler nach ein paar Wochen wieder weg waren, aber die Stammbelegschaft die Tätigkeit noch etliche Jahre verrichten soll.

So etwas ist einprägsam und vergegenwärtigt stets, dass es immer auch andere Sicht- und Herangehensweisen für jede Aufgabe gibt.

Thorsten Klapproth (50), Vorstandsvorsitzender von WMF, wurde in Osterode am Harz geboren und verheiratet. Bevor er 2003 die Leitung bei WMF übernahm, war er bei Bosch-Siemens Hausgeräte, Siemens und Gaggenau Hausgeräte tätig.

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