Mein ERSTES Geld (214) : Börsencrashs lohnen sich

Stefan Homburg ist Wirtschaftsforscher und Buchautor. Doch das meiste Geld verdient er an der Börse.

Stefan Homburg
Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Während meines Studiums habe ich ein Lehrbuch zum Thema Makroökonomie geschrieben, zusammen mit meinem Professor Bernhard Felderer. Das war im vierten Semester. Das Werk hat sich lange gut verkauft, davon habe ich als vorsichtiger Sparer Bundeswertpapiere gekauft. Nach dem Diplom wurde ich Assistent in Köln, in diese Zeit fiel der Börsencrash 1987. Da habe ich mir gesagt, von der Irrationalität der Finanzmärkte lasse ich mich nicht an der Nase herumführen, schließlich kenne ich die Zusammenhänge.

Ich habe alle Bundeswertpapiere verkauft und den Betrag in Aktien gesteckt. Das hat sich gelohnt, schon bald zogen die Kurse wieder an, und ich habe beim Verkauf der Papiere viel verdient. Nach diesem Muster habe ich beim letzten Crash 2008 erneut gehandelt. Schon ab Frühjahr 2009 begann eine unglaubliche Börsenhausse, und ich habe auf diese Weise an der Börse mehr Geld verdient als mit meiner Professur.

Aufgezeichnet von Carsten Brönstrup.

Stefan Homburg, Jahrgang 1961, ist Finanzwissenschaftler und Steuerberater in Hannover. Gelegentlich berät er auch Politiker. Ursula von der Leyen und Angela Merkel haben schon auf seinen Rat gehört.

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