Mein ERSTES Geld (291) : Nachtwache für die Seenplatte

Uwe Deh

Kurz vor meinem 16. Geburtstag habe ich in den Sommerferien als Nachtwache gearbeitet – in einer Kinderklinik in Magdeburg. Das war kein medizinischer Einsatz, sondern ein Pförtnerdienst. Ich saß in einem alten Fachwerkhaus, um mich herum ein dunkler Park, und habe das ganz unbekümmert gemacht. Dabei kam es manchmal schon auf schnelle Reaktion an – etwa wenn Eltern mit Kindern kamen, die ich dann weiterleiten musste. Vor 20 Jahren hatte ich ein Déjà-vu, als ich den dänischen Film „Nightwatch“ sah. Da arbeitet ein Medizinstudent als Nachtwache und ist plötzlich mit Mord und Totschlag konfrontiert. Das Dunkel im Park, die flackernden Neonröhren ... Ich habe es im Nachhinein als Glück empfunden, dass ich niemals in solche Situationen gekommen bin. Das Geld habe ich benutzt, um mit der Deutschen Reichsbahn an die Mecklenburger Seenplatte zu rumpeln. Dort hatte ich einen richtig schönen Sommerurlaub mit Freunden.

Aufgezeichnet von RainerWoratschka

Uwe Deh (47)

hat auch heute noch mit Medizin zu tun,

aber als Manager.

Im Vorstand des

Bundesverbands

der AOK ist er für

die Bereiche

Versorgung und

Finanzen zuständig.

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