Mein ERSTES Geld (302) : Auf den Bau für Märklin-Schienen

Paul van Son Desertec-Geschäftsführer
Foto: picture alliance / dpa

Ich bin im Zentrum von Den Haag aufgewachsen. Als kleiner Junge mit etwa sieben Jahren habe ich dort wie viele Kinder bei der Aktion „Heitje voor een Karweitje“ für einen guten Zweck mitgemacht. Heitje ist das umgangssprachliche Wort für die Viertel-Gulden-Münze, Karweitje bedeutet so viel wie „kleine Dienstleistung“. Da haben wir zum Beispiel Autos gewaschen oder für eine alte Dame die Einkäufe erledigt. Das war mein erstes verdientes Geld – das ich aber natürlich abgeben musste. Mein erstes persönliches Geld habe ich mit etwa 15 Jahren in einem Urlaub als Elektroinstallateur auf Baustellen verdient. Wöchentlich gab es die Gulden in einer Lohntüte überreicht. Das Geld habe ich teilweise für Märklin-Schienen ausgegeben und den Rest aufs Sparbuch gebracht. Etwas später, mit etwa 18 Jahren, habe ich Geld dann in Wertpapiere und Aktienoptionen investiert. Heute würde ich mein Geld aber nicht mehr aufs Sparbuch legen.

Aufgezeichnet von Kevin P. Hoffmann

Paul van Son, 1953 in den Niederlanden geboren, ist studierter Elektroingenieur. Er arbeitete unter anderem für Siemens. 2009 übernahm er die Führung der Desertec

Industrial Initiative (Dii).

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