Mein ERSTES Geld (49) : Tagsüber Baustelle, abends Bier

Ferdinand Dudenhöffer ist Professor für Automobilwirtschaft. Sein erstes Geld verdiente er mit der Band "The Destroyers".

Ferdinand Dudenhöffer
Dudenhoeffer
Ferdinand Dudenhöffer. -Foto: dpa

Mein erstes Geld habe ich als Schüler verdient. Ich ging in Landau auf das örtliche Gymnasium und spielte damals Orgel in einer Band mit dem Namen „The Destroyers“. Die hatte ich zusammen mit Freunden gegründet, und wir mussten irgendwie Geld für die Instrumente auftreiben. In den Ferien habe ich deshalb im nahe gelegenen Steinwerk in der Brennerei gejobbt, um mir ein neues Instrument zu finanzieren. In den ersten Tagen habe ich mir dabei die Finger gleich so versaut, dass ich fortan Handschuhe tragen musste. Nach ein paar Wochen bin ich gefeuert worden, weil ich dauernd Rückenschmerzen hatte. Später bin ich auf den Bau gewechselt. Der Vater unseres Schlagzeugers war Inhaber einer Baufirma. In den Ferien haben wir in Freiburg in einem Wohnwagen übernachtet, auf einer großen Baustelle gearbeitet und abends mit den Arbeitern Bier getrunken. Unsere Band hieß inzwischen „Henry Miller Sextett“. Es lief richtig gut. Wir haben auch in größeren Sälen gespielt – Stücke von den Beatles, Tom Jones, Procol Harum.

Aufgezeichnet von Henrik Mortsiefer.

Ferdinand Dudenhöffer, 1951 geboren, leitet den Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Automobilwirtschaft an der Universität Duisburg-Essen. Zugleich ist er Direktor des CAR Center Automotive Research.

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