Mein ERSTES Geld : Von der Kohle zu den Büchern

Andreas Penk[Deutschland-Geschäftsführer von Pfizer]

Mein erstes Geld habe ich damit verdient, Kohlen aus dem Keller zu tragen. Aber das war eher sporadisch. Hier gab es als Dankeschön ein paar Groschen und manchmal auch eine Mark. Nach meinem 14. Geburtstag wurde das anders. Ab da durfte ich arbeiten. Ich wollte Geld verdienen, vor allem um Bücher zu kaufen. Das städtische Krankenhaus in meinem Leipziger Wohnviertel übte damals eine Anziehungskraft auf mich aus. Als Junge beobachtete ich, wie die Krankenwagen mit Blaulicht und Sirenen hinein- und herausfuhren.

In dieser Klinik heuerte ich in den Ferien als Hilfskraft an – pflegte alte Menschen, sprach mit ihnen, brachte Essen, leerte Urinflaschen, half den Schwestern. Ich sah, wie Patienten gesund wurden und manchmal auch nicht. Die Welt der Medizin und Arzneimittel faszinierte mich immer mehr, ließ mich nicht mehr los. Nach dem Schulabschluss studierte ich Medizin, wurde Arzt und wechselte später zu Pfizer. Der Stundenlohn als Hilfskraft im städtischen Krankenhaus? Ich kann mich nicht genau erinnern. Es waren wohl zwei Mark.

Penk (43) führt seit 2007 die Deutschland-Zentrale des Pharmakonzerns, die von Karlsruhe nach Berlin verlegt wurde. Am heutigen Montag beziehen 645 Mitarbeiter am Potsdamer Platz die neuen Büros.

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