Wirtschaft : „Meine Firma war sehr unflexibel“

Foto: privat
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Drei Wochen vor der Geburt unseres ersten Kindes bin ich nach Köln gezogen, zu meinem Mann. Vorher war ich Redakteurin bei einem Sprachenverlag in München, und das wäre ich auch gerne geblieben. Ich hätte mir gut vorstellen können, nach der Elternzeit von zu Hause aus zu arbeiten und zu wichtigen Terminen nach München zu reisen. In meiner Abteilung hätte das sicher gut geklappt, wir waren für Wörterbücher zuständig. Doch der Verlag bot mir keinen Telearbeitsplatz an, ich musste meinen Job schweren Herzens aufgeben. Heute ist meine Tochter fünf Jahre alt, und unsere zweite eineinhalb. Ich würde sehr gerne wieder arbeiten, zur Not auch frei, aber am liebsten in einer Redaktion. Denn der persönliche Kontakt mit den Kollegen fehlt mir schon. 20 Stunden pro Woche wären ideal für mich, das könnte ich gut mit den Kindern vereinbaren. Ich habe auch schon angefangen, mich nach einem Job umzuschauen, und hoffe, dass ich schnell etwas finde. Denn je länger man aus dem Beruf raus ist, desto schwieriger wird der Wiedereinstieg.

Natalie Thomas (44) arbeitete bei einem Sprachenverlag in München als Redakteurin. Derzeit sucht die zweifache Mutter einen neuen Job.

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