Wirtschaft : Mercedes-Benz testet Umweltautos Brennstoffzellen-Antrieb serienreif

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Stuttgart (brb/HB). Als erster Autohersteller will die Daimler-Chrysler AG eine kleine Brennstoffzellen-Flotte unter Alltagsbedingungen erproben. Von 2003 an wird der Stuttgarter Konzern 60 Mercedes-Benz A-Klasse-Autos mit Brennstoffzellen ausrüsten und an ausgewählte Kunden liefern. Das erste Fahrzeug der Kleinserie wurde gestern vorgestellt. „Wir sind aus dem reinen Versuchsstadium raus – die Fahrzeuge haben Seriencharakter“, sagte Vorstandsmitglied Jürgen Hubbert am Montag in Stuttgart. Hubbert rechnet aber nicht mehr vor 2010 mit dem Beginn der Serienproduktion.

Noch fehlen dem Konzern allerdings die Kunden. Die ersten Abnehmer der Kleinserie, die auf den n F-Cell getauft wurde, dürften wahrscheinlich aus Japan, Singapur, Berlin oder Kalifornien kommen. Dort nämlich befinden sich Brennstoffzellen-Projekte derzeit in der Planung. „Noch ist ein F-Cell-Auto unbezahlbar", sagte Hubbert. Allein die Brennstoffzelle („Stack“) kostet zwischen 300 000 und 500 000 Euro. Der Endkunde muss für die F-Cell-Version der A-Klasse aber nur einen vergleichsweise geringen Aufschlag berappen, den Rest des Aufpreises übernimmt Daimler-Chrysler. Die Stuttgarter haben bislang schon rund eine Milliarde Euro in die Brennstoffzellenentwicklung gesteckt.

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