Wirtschaft : Mercedes hat zu viele Stellen in Bremen Verlagerung geplant GM macht Opel Druck

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Frankfurt am Main Der Autokonzern Daimler-Chrysler fährt seine Kapazitäten im Mercedes-Werk Bremen herunter. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen sollen bis zum Jahr 2006 insgesamt rund 1500 Stellen verlagert werden. Betroffenen werde angeboten, befristet in ein Mercedes-Werk nach Rastatt, Hamburg oder Berlin zu wechseln, bestätigte ein Konzernsprecher. Erst 2007 werde die Beschäftigtenzahl wieder hochgefahren, wenn die neue Generation der in Bremen und Sindelfingen produzierten C-Klasse startet, hieß es. Ein Stellenabbau sei mit der zeitweisen Verlagerung allerdings nicht verbunden.

Daimler-Chrysler hatte im Juli eine Arbeitsplatzgarantie bis 2012 abgegeben. Mercedes leidet derzeit unter einer Absatzschwäche. Der Verkauf ging in den ersten neun Monaten um 6,5 Prozent auf 774300 Fahrzeuge zurück. Für die am Donnerstag erwarteten Quartalszahlen rechnen Analysten mit einem drastischen operativen Gewinnrückgang der Mercedes Car Group. Mehrere Modellwechsel, kostspielige Qualitätsprobleme und eine schleppende Autokonjunktur in Deutschland machen der Marke zu schaffen.

Im Konflikt um die Zukunft von Opel setzt wiederum der Mutterkonzern General Motors (GM) die deutsche Tochter unter Zugzwang. Bis zum 1. November erwartet die GM-Europazentrale in Zürich die Wettbewerbsunterlagen der konkurrierenden Standorte Opel-Rüsselsheim und Saab-Trollhättan. GM will ab 2008 die Mittelklassewagen Opel Vectra und Saab 9.3 in einem Werk zusammenlegen. Im Vorteil ist zurzeit das schwedische Werk. Dienstagabend wurde bekannt, dass Schwedens Regierung ein Stützpaket für Saab verabschiedet habe. hz/HB/dpa

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