Wirtschaft : Merck legt im Ausland zu

DARMSTADT (dpa).Der Chemie- und Pharmakonzern Merck hat sein Auslandsgeschäft trotz der Asienkrise kräftig ausgebaut.In Deutschland ist dagegen der Umsatz aufgrund der Gesundheitsreform im ersten Halbjahr langsamer gewachsen.Mehr als vier Fünftel des Umsatzes werden inzwischen mit Kunden im Ausland erzielt.Im Inland sind es dagegen nur noch 16 Prozent nach 18 Prozent in der ersten Jahreshälfte 1997.Dies berichtete die Merck KGaA am Donnerstag in Darmstadt.

Der Umsatz der Merck-Gruppe legte in der ersten Jahreshälfte insgesamt um 5,5 Prozent auf 4,130 Mrd.DM zu.Der Gewinn vor Steuern erhöhte sich um 19,8 Prozent auf 556 Mill.DM.Der Aktienkurs des Unternehmens legte nach Bekanntgabe der Zahlen zu, gab am Vormittag aber wieder leicht nach.

"Europa ist mit einem Umsatzanteil von fast 56 Prozent weiterhin die wichtigste Region", teilte Merck mit.In Deutschland erhöhte sich der Umsatz nur um zwei Prozent auf 984 Mill.DM."Die Gesundheitsreform macht sich bemerkbar", sagte ein Merck-Sprecher.Rückgänge im Pharmageschäft seien aber durch Erfolge in den anderen Geschäftsbereichen aufgefangen worden.

In Nordamerika wuchs der Umsatz um 19,1 Prozent, in Lateinamerika um 11,7 Prozent.Auch die Firmenbeteiligungen in Asien legten trotz der Wirtschaftskrise zu.Nur aufgrund von Währungsabwertungen ging der Umsatz dort vor allem in den Sparten Spezialchemikalien und Labor zurück.

Der Geschäftsbereich Pharma profitierte nach Merck-Angaben weltweit von den Impulsen aus dem florierenden Absatz von Medikamenten, deren Patentschutz abgelaufen ist.Mit 2,3 Mrd.DM (plus 4,8 Prozent) wurde in den ersten sechs Monaten mehr als die Hälfte des Gruppenumsatzes in der Pharma-Sparte erzielt.Der Unternehmensbereich Labor steuerte zum Merck-Umsatz 954 Mill.DM (plus 7,8 Prozent) bei, die Sparte Spezialchemikalien 781 Mill.DM (plus 5,4 Prozent).

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