Wirtschaft : Merck: Pharmakonzern erzielt 20 Prozent mehr Gewinn

Der Pharmakonzern Merck hat im Schlussquartal und im Gesamtjahr 2000 seinen Gewinn im Rahmen der Analystenschätzungen gesteigert. Im Schlussquartal betrug der Gewinnanstieg nach Steuern 168,2 Prozent auf 85,2 Millionen Euro, teilte Merck am Donnerstag mit. Im Gesamtjahr 2000 habe sich der Gewinn nach Steuern um 18,9 Prozent auf 261,7 Millionen Euro erhöht. Analysten hatten für das Gesamtjahr einen Gewinn nach Steuern zwischen 244 und 379 Millionen Euro und für das vierte Quartal 87,6 Millionen erwartet. Für 2001 werde trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten in den USA nun ein zweistelliges Wachstum des Jahresüberschusses. Die Merck-Aktie verbuchte im frühen Handel deutliche Kursgewinne.

Merck teilte zudem mit, mit der britischen Glaxo-Smith-Kline eine Lizenzvereinbarung über die Entwicklung und Vermarktung eines Antidepressivums unterzeichnet zu haben. Mit seinem eigenen Antidepressivum Seroxat/Paxil erzielt Glaxo nach Merck-Angaben derzeit weltweite Umsätze von umgerechnet 4,4 Milliarden Mark.

Im vierten Quartal erwirtschaftete Merck ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 183,7 (Vorjahr: 156,1) Millionen Euro. Damit habe die Merck das Ergebnis der meisten Mitbewerber erreicht oder sogar übertroffen, hieß es. Der Umsatz sei um zehn Prozent auf 1,768 Milliarden Euro geklettert und sei vor allem auf der Entwicklung der Wechselkurse sowie auf den Pharmageschäften in der Diabetes-Therapie und den Geschäften mit Flüssigkristallen zurückzuführen. Pro Aktie errechne sich damit ein Ergebnis von 0,47 (0,19) Euro.

Nach Angaben des Konzerns betrug der Umsatzanstieg in der Pharma im vierten Quartal 0,5 Prozent auf 763,7 Millionen Euro. Dabei habe Glucophance, das Nachfolgeprodukt für das Diabetesmedikament Glucophage, im Schlussquartal Erlöse von 119 Millionen Euro erzielt. Die Spezialchemie steigerte ihren Umsatz nach Unternehmensangaben um 25,2 Prozent auf 294,5 Millionen Euro. Bei den Laborprodukten betrug der Umsatzzuwachs sieben Prozent auf 139,4 Millionen Euro, in der Labordistribution 19,3 Prozent auf 621,9 Millionen Euro.

Im Gesamtjahr 2000 steigerte der Konzern den Umsatz um 26,1 Prozent auf 6,740 Milliarden Euro. Das Ebit-Ergebnis betrug 743,6 Millionen Euro nach zuvor 567,8 Millionen. Die Dividende soll um sechs Prozent auf 90 Cent steigen. Die im Mdax gelistete Merck-Aktie legte im frühen Handel um knapp vier Prozent auf 46,80 Euro zu.

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