Wirtschaft : Messe Leipzig: Trotz schweren Fahrwassers immer noch optimisch - Geringer Umsatzrückgang

Manfred Schulze

Die Geschäftsführung der Leipziger Messe bleibt trotz stagnierender oder gar rückläufiger Zahlen optimistisch: Die Leipziger Messe hat sich - auch bei so unerfreulichen Ereignissen, wie der Absage der Cebit Home - gut auf dem Markt behauptet. Darauf lässt sich hervorragend aufbauen, sagte Werner Dornscheidt, der vor knapp einem Jahr die Geschäftsführung übernommen hat. Im vergangenen Jahr konnte die Messe mit 123 Millionen Mark Umsatz das Vorjahresergebnis (129 Millionen) erwartungsgemäß nicht erreichen, da es 1998 zwei größere Fremdveranstaltungen gab. Der Verlust aus dem operativen Geschäft sank leicht um 0,8 auf 26,4 Millionen Mark, die Zahl der Aussteller blieb mit knapp über 12 000 auf dem gleichen Niveau.

Dornscheidt kündigte wie bereits beim Amtsamtritt an, das Portfolio der bislang rund 30 Messen auf Wackelkandidaten zu durchforsten und gleichzeitig neue Produkte zu entwickeln. So wird es die Euromed und Geobit nicht mehr geben, und die Computermesse BIK wird zu einer Multimedia-Messe mit Schwerpunkt E-Commerce umgearbeitet. Für 2002 kündigte Dornscheidt außerdem den Start einer neuen Industriefachmesse an, für die gegenwärtig die Endphase der Verhandlungen mit dem zuständigen Branchenverband laufe. Die Gesellschafter Stadt Leipzig und Freistaat Leipzig kündigten an, die immer länger werdenden Anlaufverluste für den Umbau der Leipziger Messe auch weiterhin zu tragen. Wir wissen um den Imagefaktor und die Motorwirkung für die übrige Wirtschaft, sagte Leipzigs Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee. Er verlangte jedoch gleichzeitig, dass die Zuschüsse binnen fünf Jahren um etwa ein Fünftel reduziert werden müssten. Für das laufende Jahr rechnet die Leipziger Messe mit deutlich geringeren Umsätzen, wobei die Kosteneinsparung die Verluste begrenzen werde.

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