Wirtschaft : MESSESPLITTER

Acht Millionen Autos mit erheblichen Mängeln auf der Straße



Auf deutschen Straßen sind nach Schätzungen der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) rund acht Millionen Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln unterwegs. Mehr als 52 Prozent der von der GTÜ im ersten Halbjahr untersuchten 1,7 Millionen Autos hätten Mängel aufgewiesen, 16,8 Prozent sogar erhebliche Probleme, berichtete die GTÜ. „Wenn man diese knapp 17 Prozent projiziert auf den Gesamtbestand von 46,8 Millionen Pkw, sind rund acht Millionen Fahrzeuge mit gravierenden Mängeln auf Deutschlands Straßen unterwegs“, sagte GTÜ-Geschäftsführer Rainer de Biasi. dpa

Opel baut bald auch in Russland

Der Autobauer Opel will schon bald in Russland produzieren. „Die volle Produktion könnte in ein bis eineinhalb Jahren beginnen“, kündigte der Europa-Chef des Opel- Mutterkonzerns General Motors (GM), Carl-Peter Forster, an. Standorte könnten bestehende GM-Werke in St. Petersburg oder Kaliningrad sein. Die Marke Opel habe im Wachstumsmarkt Russland gute Perspektiven, und die Margen seien dort besser als in Westeuropa. Für Opel-Werke und Arbeitsplätze in Deutschland bedeute das Engagement in Russland keine Gefahr: „Wir haben Mühe, die Nachfrage vor Ort zu befriedigen – und der Export von Russland nach Westeuropa lohnt sich nicht.“ dpa

Autoboom in Asien

sorgt für Umsatzplus bei Bosch

Der anhaltende Autoboom in Asien und Osteuropa sorgt bei der Nummer Eins der Automobilzulieferer, Bosch, für gute Geschäfte. Der Konzern zeigte sich mit dem bisherigen Geschäftsverlauf zufrieden und bestätigte seine Umsatzprognose für das laufende Jahr. Die Erlöse würden um gut fünf Prozent auf rund 46 Milliarden Euro steigen, sagte Bosch-Chef Franz Fehrenbach. „Das laufende Jahr entwickelt sich für uns insgesamt zufriedenstellend.“ Auch die angestrebte Vorsteuerrendite von mindestens sieben Prozent werde voraussichtlich erreicht werden. dpa

Importeur verteidigt China-Autos gegen Plagiat-Vorwurf

Der Autoimporteur China Automobile Deutschland hat seine Fahrzeuge gegen Plagiatsvorwürfe des Autokonzerns BMW verteidigt. Zwar räumte Geschäftsführer Karl Schlössl ein, der Geländewagen CEO, den BMW für eine Kopie seines X5 hält, habe „natürlich Inspirationen europäischer Geschmäcker an sich“. Schlössl betonte jedoch: „Aber es ist kein Plagiat, schon gar kein hundertprozentiges.“ BMW hatte am Montag erklärt, man habe Klage gegen den CEO-Vertrieb eingereicht. Laut Schlössl lag am Dienstag noch nichts gegen das 26 000 Euro teure Auto vor. Die China Automobile Deutschland GmbH ist ein Zusammenschluss von drei chinesischen Herstellern. dpa/AP

Toyota sagt Smart den Kampf an

Der Konkurrenzkampf der Autobauer bei den Kleinstwagen wird härter. Toyota hat am Dienstag sein neues Konzeptfahrzeug IQ vorgestellt, mit dem die Japaner künftig dem Smart und dem Fiat 500 Käufer abspenstig machen wollen. Das Kleinstwagen-Segment habe im vergangenen Jahr in Europa überdurchschnittlich stark um 20 Prozent zugelegt und sei damit ein „aufnahmebereiter und wachsender Markt“, erklärte der stellvertretende Europachef von Toyota, Thierry Dombreval. AP

Ford will in Europa mit Umweltfreundlichkeit punkten

Der Autokonzern Ford, der im US-Heimatmarkt wegen seiner spritfressenden Modellpalette unter Absatzproblemen leidet, will in Europa mit betont umweltfreundlichen Autos punkten. Europachef John Fleming stellte am Dienstag die neue Reihe „ECOnetic“ vor, bei der mit herkömmlichen Ford-Modellen niedrigere Schadstoffwerte erzielt werden sollen. So solle die ebenfalls neu präsentierte Generation des Ford Focus in der ECOnetic-Variante mit einem 1,6- Liter-Dieselmotor lediglich 115 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer produzieren. Für die Zukunft kündigte Ford Modelle mit einem CO2- Ausstoß von weniger als 100 Gramm pro Kilometer an. dpa

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