Wirtschaft : MESSESPLITTER

STAHLINDUSTRIE

Aufträge nehmen zu

Das erste Quartal von 2008 war das auftragsstärkste seit der Wiedervereinigung in der Stahlindustrie. Das teilte der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff, mit. „Wir sind mit Schwung in das Jahr 2008 gestartet.“ Allein in den ersten zwei Monaten dieses Jahres seien 18 Prozent mehr Aufträge als im Vorjahreszeitraum eingegangen. Insgesamt erwartet der Verband für das Jahr 2008 eine Produktion von 48,5 Millionen Tonnen Rohstahl. dpa

INGENIEURE

Mangel an qualifizierten Kräften

Die Betriebe suchen händeringend Facharbeiter. So sind in Deutschland derzeit 95 000 Ingenieurstellen unbesetzt, wie der Verein deutscher Ingenieure bekannt gab. Damit hat der Fachkräftemangel dem Branchenverband zufolge dramatische Ausmaße erreicht. Die Volkswirtschaft müsse dadurch jährlich auf sieben Milliarden Euro an Wertschöpfung verzichten. Als Gegenmaßnahme wurde eine Stärkung des technisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts gefordert. dpa

MASCHINENBAU

Schaden durch Produktpiraten

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer haben im vergangenen Jahr verstärkt unter Produkt- und Markenpiraterie gelitten. Der Branchenverband VDMA schätzt den Schaden auf etwa sieben Milliarden Euro. 2006 seien es erst fünf Milliarden Euro gewesen. Das ergab eine Umfrage unter 241 Mitgliedsunternehmen. Fast ein Viertel der betroffenen Unternehmen habe mehr als fünf Prozent an Umsatz verloren. 71 Prozent der betroffenen Firmen haben laut Umfrage die Fälscher in China ausgemacht. dpa

ENERGIEWIRTSCHAFT

Bau neuer Kohlekraftwerke gefordert

Die deutsche Energiewirtschaft dringt trotz Kritik auf den Bau neuer Kohlekraftwerke. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) kritisierte, die Politik ducke sich vor den öffentlichen Protesten weg, es mangele ihr an „Stehvermögen“. Es gebe einen „Genehmigungsstau“, sagte BDEW-Präsident Michael Feist. Aus Sicht des Branchenverbandes ist der Bau von neuen, effizienteren Kohlekraftwerken ohne Alternative. Andernfalls blieben die alten Kraftwerke mit deutlich höheren CO2-Emissionen länger am Netz. dpa

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