Wirtschaft : "Metall-Rente" bei Allianz und Dresdner

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Das Rennen von Versicherungen und Banken um den Milliardenauftrag zur Altersversorgung in der Metall- und Elektroindustrie ist entschieden. Nach Informationen des Handelsblatts haben die Tarifparteien Gesamtmetall und IG Metall den Versicherungskonzern Allianz und dessen Tochter Dresdner Bank als Konsortialführer ihres gemeinsamen Versorgungswerks "Metall-Rente" ausgewählt. Diese Woche werden die Details des Vertrages mit der Allianz ausgehandelt. Er soll am 14. Dezember unterzeichnet werden. Es sei unwahrscheinlich, dass die Verhandlungen noch platzen könnten, hieß es aus informierten Kreisen. Gesamtmetall und IG Metall wollten sich unter Hinweis auf Geheimhaltungsklauseln nicht zum Stand der Gespräche äußern.

Mit dem Management des Versorgungswerks für die 3,6 Millionen Beschäftigte der Metallindustrie hat die Allianz den weitaus größten Auftrag an Land gezogen, der als Folge der Rentenreform bei der betrieblichen Altersversorgung zu vergeben war. Insgesamt hatten sich neun Finanzdienstleister und -konsortien beworben. Die IG Metall erwartet, dass schon bis Ende nächsten Jahres 400 000 Arbeitnehmer einen Vertrag bei der Metall-Rente abschließen werden. Diese Zahl soll sich bis 2008 mehr als verdoppeln. Dann erreicht die staatliche Riester-Förderung für die private und betriebliche Altersvorsorge ihren Höchstsatz. Auch will die IG Metall das Versorgungswerk für andere Branchen öffnen. Mit dem textilen Dienstleistungsgewerbe (Wäschereien, textiler Mietservice) wurde bereits ein entsprechender Vertrag geschlossen.

Allianz und Dresdner Bank können sich auf Beitragseinnahmen in Milliardenhöhe freuen. Bei 400 000 Vertragsabschlüssen beträgt das Volumen bereits im ersten Jahr 400 Millionen Euro, wenn die durchschnittliche Jahreszahlung jedes Versicherten die geschätzten 1000 Euro erreicht. Aufgabe der Allianz wird unter anderem sein, die Konten der Versicherten zu führen sowie gemeinsam mit der Dresdner Bank das Marketing und den Vertrieb zu organisieren. Die Arbeitnehmer können bei der Metall-Rente ihr Geld wahlweise in einer Pensionskasse, einem Pensionsfonds und einer Direktversicherung anlegen. Alle drei Varianten werden ab 2002 vom Staat mit Zulagen oder Steuervergünstigungen gefördert.

Die Allianz soll als Tochtergesellschaften des Versorgungswerks eine Pensionskasse und einen Pensionsfonds gründen. Beide Einrichtungen werden die Rechtsform einer Aktiengesellschaft haben und sollen offen sein für die Beteiligung weiterer Konsortialpartner, wobei die Allianz aber offenbar die Mehrheit behält. Im Gespräch ist unter anderem die Volksfürsorge gemeinsam mit dem BHW.

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