Metallbranche : Tarifparteien wollen Streit um Altersteilzeit beilegen

Im Streit um die Weiterführung der Altersteilzeit in der Metallbranche sind die Tarifpartner optimistisch. Der "gordische Knoten" sei kurz davor, durchschlagen zu werden. Das Ergebnis in Baden-Württemberg wird stellvertretend für alle Tarifbezirke gelten.

BöblingenDie Metall-Tarifparteien sind am Freitag zu den entscheidenden Verhandlungen zusammengekommen, um eine Einigung über eine neue Altersteilzeit in der Metall- und Elektroindustrie zu erzielen. Beide Seiten äußerten sich vor der siebten Runde in Böblingen optimistisch. Südwestmetallchef Stefan Roell sagte: "Ich habe die Texte für ein mögliches Ergebnis schon gesehen."

Es müssten noch sechs offene Punkte geklärt werden, dann sei es möglich, "den gordischen Knoten" zu durchschlagen." Auch IG Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann zeigte sich zuversichtlich: "Wir haben eine reelle Chance, zu einem Ergebnis zu kommen."

Arbeitgeber: Ältere Beschäftigte werden gebraucht

Hofmann bekräftigte, dass seine Gewerkschaft einen Anspruch für alle Beschäftigten von einem bestimmten Alter an durchsetzen wolle. Wenn jetzt keine Einigung gefunden werde, werde es im Herbst ein "explosives Gemisch" geben, warnte er mit Blick auf die im September beginnende Entgeltrunde.

Roell betonte: "Unsere Linie ist: nicht mehr soviel, nicht mehr so früh und nicht mehr so attraktiv." Es gebe derzeit viel Arbeit in den Betrieben und wenige junge Menschen. Deshalb würden die älteren Beschäftigten gebraucht.

Da im Pilottarifbezirk Baden-Württemberg stellvertretend für alle Tarifbezirke verhandelt wird, würde ein Abschluss für die gesamte Branche mit 3,4 Millionen Beschäftigten, darunter 800.000 im Südwesten, gelten. (ut/dpa)

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