Wirtschaft : Metallindustrie: Altersfonds nimmt Formen an

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Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall und die IG Metall haben sich am Montag in Köln über Anforderungen an ein Altersversorgungswerk verständigt, das zur Umsetzung der rot-grünen Rentenreform für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie errichtet werden soll. Im nächsten Schritt soll nach den Plänen der Verhandlungspartner anhand der gemeinsamen Kriterien ein Finanzdienstleister ausgewählt werden, der die Anlage der Vorsorgegelder übernimmt. Über die Grundstruktur der tariflichen Altersvorsorge für die insgesamt 3,7 Millionen Beschäftigten der Branche hatten sich die Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser und IG-Metall-Chef Klaus Zwickel bereits im Juli geeinigt. Danach soll die neue überbetriebliche Einrichtung nur dann die zusätzliche Vorsorge organisieren, wenn im Unternehmen keine andere Variante der betrieblichen Altersversorgung zum Zug kommt. Als Folge der Rentenreform können Arbeitnehmer von ihrem Arbeitgeber verlangen, dass Teile ihres Gehalts für eine betriebliche Altersversorgung verwendet werden. Abgesehen von den Vorgaben für das neue Versorgungswerk ist noch unklar, wie hoch der maximale Umfang der Entgeltumwandlung sein soll - die IG Metall strebt eine Begrenzung auf vier Prozent des Gehalts an. Unklar ist auch noch, ob sich der Arbeitgeber mit dem Gegenwert eingesparter Sozialabgaben an der Vorsorge beteiligen soll. Die Vorgaben für das Versorgungswerk selbst sollen Gegenstand eines Vertrages zwischen den Tarifverbänden werden; die Regeln, nach denen die Arbeitnehmer Gehalt zu Gunsten der Altersvorsorge umwandeln können, sollen dagegen per Tarifvertrag festgeschrieben werden. Im Gegensatz zu Stimmen aus anderen Gewerkschaften will die IG Metall dem neuen Versorgungswerk keine Vorgaben für die Geldanlage machen. Sie verweist auf die bereits im Altersvermögensgesetz formulierte Vorgabe, nach den die Anlage einigen grundlegenden ethischen Kriterien genügen soll.

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