Wirtschaft : Metallkompromiß fast überall übernommen Stuttgarter

BERLIN / FRANKFURT (MAIN) (Tsp).Die Übernahme des Metall-Tarifergebnisses ist in Teilen der Branche in Ostdeutschland weiter umstritten.Am Freitag war nach der Einigung in Mecklenburg-Vorpommern sowie in Berlin und Brandenburg zwar auch in Sachsen eine Lösung in Sicht.In Sachsen-Anhalt drohte die IG Metall dagegen mit Warnstreiks ab Mitte nächster Woche, sollten die regionalen Arbeitgeber den Schlichterspruch aus Baden-Württemberg nicht übernehmen.Auch in Thüringen gibt es Widerstand gegen eine Übernahme.

Unterdessen billigte in Frankfurt (Main) die Tarifkommission der IG Metall einstimmig das in der vorigen Woche zustandegekommene Pilotergebnis für die 380 000 Beschäftigten in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.Damit ist die Metall-Tarifrunde 1999 im Westen so gut wie gelaufen.Die Beschäftigten erhalten von März an eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 3,2 Prozent.Für Janaur und Februar gibt es eine Pauschale von zusammen 350 DM, darüber hinaus einen Einmalbetrag von einem Prozent des Jahreseinkommens.Die Ausbildungsvergütungen werden um 36 bis 45 DM erhöht.Die Laufzeit beträgt 14 Monate.Für Sachsen-Anhalt warnte der dortige IG-Metall-Bezirksleiter Hartmut Meine, die Gewerkschaft werde die Abkopplung des Bundeslandes nicht zulassen.In Thüringen waren am Vortag Verhandlungen für den 8.März vereinbart worden.Die Spitzen der Tarifparteien hatten sich Ende September darauf verständigt, daß ein Abschluß im Westen mit einmonatiger Verzögerung auf den Osten übertragen wird.

In Mecklenburg-Vorpommern, Ost-Berlin und Brandenburg ist dies im Laufe dieser Woche mit leichten Abstrichen geschehen.Danach erhalten die Beschäftigten 3,2 Prozent mehr Lohn.Bei der Pauschalzahlung wurden aber statt 350 DM im Westen nur 175 DM vereinbart.Auch die Einmalzahlung von einem Prozent des Jahresentgelts wird nicht für zwölf, sondern elf Monate gezahlt.Allerdings äußerten die Metall-Arbeitgeber in Berlin und Brandenburg die Befürchtung, daß durch die Übernahme des Tarifabschlusses Stellen abgebaut werden müssen.

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