Wirtschaft : Metro AG: Der Handelskonzern wächst im Ausland stark

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Deutschlands größter Handelskonzern, die Düsseldorfer Metro AG, startet optimistisch ins neue Geschäftsjahr 2001. Wie das Unternehmen am Donnerstag bei der Bilanzvorlage mitteilte, erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (Ebit) in den ersten drei Monaten um gut ein Drittel auf 13,7 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Wegen des traditionell schlechten ersten Quartals stieg der Umsatz "nur" um rund fünf Prozent auf 11,23 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr 2001 erwartet Metro jedoch ein Umsatzwachstum von mindestens sieben Prozent. "Wir sind mit unserer Leitungskraft besser als der Wettbewerb", sagte der Vorstandsvorsitzende von Metro, Hans-Joachim Körber. Erfreulich sei auch die Entwicklung in Westeuropa. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz konnte in den ersten drei Monaten auf 41,4 Prozent gegenüber 39,8 Prozent im Vorjahresquartal weiter ausgebaut werden. Metro ist auch für ihre beiden verlustbringenden Sparten optimistisch. Bei den Praktiker-Baumärkten, die im vergangenen Jahr in die roten Zahlen rutschten, erwarte man mittelfristig dank der Neupositionierung eine Ergebnisverbesserung, sagte Körber. Der Fokus liege weiter in der internationalen Expansion in Ungarn, Polen und der Türkei. Auch bei den Extra-Verbrauchermärkten, die 2000 ihren Verlust ausgeweitet haben, werde die Umstrukturierung zum Erfolg führen. Für die Elektroniksparte "Media/Saturn" sieht Körber auf Sicht von zwei bis drei Jahren eine durchschnittliche Wachstumsrate von über 20 Prozent. Der Auslandsanteil am Umsatz bei den Elektromärkten habe bereits im vergangenen Jahr erstmals die 30-Prozent-Marke überschritten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000 erzielte der Metro-Konzern einen Nettoumsatz von rund 47 Milliarden Euro. Das Ebit erhöhte sich gegenüber 1999 um 10,7 Prozent auf 754 Millionen Euro.

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