Wirtschaft : Metro für Aufteilung der Weltmärkte gerüstet

DÜSSELDORF (rtr).Die Metro Holding sieht sich im Kampf um die Neuverteilung der weltweiten Märkte gut gerüstet.Deshalb habe die Internationalisierung der Metro einen so hohen Stellenwert, sagte Firmenchef Erwin Conradi am Donnerstag in Düsseldorf bei der Vorlage der Bilanz des bereits in 21 Ländern tätigen Handelskonzerns.Zugleich will die Metro sich das Wissen aufbauen, um an der "digitalen Revolution" teilnehmen zu können.1998 dürften die Umsätze nach der Übernahme der europäischen Makro-Cash-and-Carry-Firmen die 100-Milliarden-Grenze überschreiten.Das Ergebnis will die Schweizer Holdinggesellschaft weiter verbessern, nachdem 1997 ein Gewinn von über einer Mrd.DM erreicht worden war.

Für das vergangene Jahr weist der Handelskonzern, dessen wichtigste Beteiligung die Kölner Metro AG ist, bei einem Umsatz von 80,7 (Vorjahr 76,4) Mrd.DM einen um 5,1 Prozent gestiegenen Überschuß von 1,042 Mrd.DM aus.Über die 1998 erwartete Umsatz- und Ergebnisentwicklung wollte sich Conradi, Präsident der Generaldirektion der Holding und Aufsichtsratsvorsitzender der Metro AG, nicht näher äußern.An den gesteckten Erwartungen müßten aber keine Abstriche gemacht werden.Insgesamt erwartet die Holding "erneut ein gegenüber dem Vorjahr verbessertes Ergebnis", wie es im Ausblick des Geschäftsberichtes heißt.

Durch die Übernahme der Cash-and-Carry- Aktivitäten der niederländischen Makro und die Konsolidierung der Holding-Cash-and-Carry-Umsätze bei der Metro AG wachse deren Umsatzanteil in diesem Bereich auf 45 Mrd.DM an.Dieses Geschäftsfeld sei hoch profitabel und die Metro AG werde hier "weltweit zum unangefochtenen Marktführer", erklärte Conradi.Die Metro AG habe auch die Option, die bei der Holding verbliebenen Makro-Anteile zu übernehmen.Über den Zeitpunkt sei noch nicht entschieden.Durch den Zukauf werde der Anteil des Cash-and-Carry-Bereichs etwa auf 45 Prozent des Metro-Gesamtumsatzes von voraussichtlich 100 Mrd.DM steigen.Bei der Konsumnachfrage in Deutschland sieht Conradi keine Wende.Vom Aufschwung sei im Handel wenig zu spüren.

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