Wirtschaft : Metro steckt höhere Mehrwertsteuer weg

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Düsseldorf - Trotz Mehrwertsteuererhöhung und Hitzewelle ist der Handelskonzern Metro gut ins Jahr gestartet. „Der Einfluss der Steuererhöhung war nicht so stark wie erwartet“, sagte der Vorstandsvorsitzende Hans-Joachim Körber bei Bekanntgabe der Geschäftszahlen für das erste Quartal. Im Gegenteil: Dank der gewachsenen Kauflust konnte Metro seinen um Zukäufe bereinigten Umsatz in Deutschland um 2,1 Prozent steigern. Insgesamt wuchsen die Erlöse des weltweit agierenden Konzerns um 12,1 Prozent auf 14,9 Milliarden Euro – und damit etwas stärker als Analysten erwartet hatten.

Besonders im März habe sich das Geschäft positiv entwickelt, sagte Körber. „Der April leidet zwar etwas unter dem Wetter. Aber insgesamt sehen wir nicht, dass der Trend bricht.“ Während die Elektronikmärkte Media-Markt und Saturn mit einem Umsatzwachstum von 3,3 Prozent in Deutschland einen laut Körber „fulminanten Start“ hingelegt haben, bleiben die Real-Supermärkte das Sorgenkind des Konzerns. Der Verlust der Kette stieg von rund 40 auf 56 Millionen Euro vor Steuern und Zinsen. Schuld daran seien Kosten in Höhe von 15 Millionen Euro, die durch die Integration der ehemaligen Wal-Mart-Kaufhäuser in Deutschland und der Géan-Märkte in Polen entstanden seien. Die Kosten drückten auch das Gesamtergebnis des Konzerns, der unter dem Strich einen Nettoverlust von neun Millionen Euro verbuchte. Im Vorjahr waren es noch sieben Millionen Euro Gewinn. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sank von 138 auf 123 Millionen Euro.

Körber kündigte an, die Integration der 70 Wal-Mart-Kaufhäuser bis Mitte des Jahres abzuschließen. Dann könne auch die Wal-Mart-Zentrale in Wuppertal aufgelöst werden. Die Integration scheint sich auszuzahlen: Die 33 Wal-Mart-Kaufhäuser, die bereits in Real integriert seien, hätten im ersten Quartal eine überdurchschnittliche Entwicklung gezeigt. Metro hatte die Kaufhäuser der US-Kette im vergangenen Jahr übernommen. jto

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