Wirtschaft : Metro trennt sich komplett von Praktiker-Baumärkten

-

Düsseldorf/Frankfurt am Main - Schneller als erwartet hat sich der Handelskonzern Metro vom restlichen Anteil seiner ehemaligen Baumarkttochter Praktiker getrennt. Mit Hilfe der Konsortialbanken JP Morgan, ABN Amro und Deutsche Bank platzierte der Handelskonzern gestern sein komplettes 40,5-Prozent-Paket an der Börse. „Mit dem Verkaufserlös wollen wir unsere Verschuldung senken und die internationale Expansion vorantreiben“, sagte der Metro-Sprecher.

Deutschlands zweitgrößte Baumarktkette war erst am 22. November 2005 an der Börse gestartet, nachdem Metro knapp 60 Prozent der Aktien auf den freien Markt gegeben hatte. Ursprünglich hatten die Düsseldorfer mit den Konsortialbanken eine sechsmonatige Haltefrist vereinbart. Der starke Kursanstieg veranlasste die drei Investmenthäuser nun aber dazu, die Frist auf Wunsch der Metro um sechs Wochen zu verkürzen. Die Praktiker-Aktie, die vor viereinhalb Monaten nur einen Ausgabekurs von 14,50 Euro erzielte, erlebte vor gut drei Wochen mit einem Kurs von 25,65 Euro ihren bisherigen Höchststand.

Dem größten deutschen Handelskonzern dürfte der Verkauf des restlichen Praktiker-Anteils damit einen Buchgewinn von rund 150 Millionen Euro bringen, weil die Aktien in der Bilanz nur mit 14,50 Euro bewertet waren. Der Gesamterlös für die restlichen 23,4 Millionen Anteile lag bei 484 Millionen Euro. csc/mm

0 Kommentare

Neuester Kommentar