Wirtschaft : Mg Technologies: Konzernumbau zahlt sich aus

Nach einem starken zweiten Quartal und einem guten ersten Halbjahr ist sich Vorstandschef Kajo Neukirchen sicher, dass die Mg Technologies im laufenden Geschäftsjahr 2000/2001 zum siebten Mal in Folge den Gewinn wird steigern können. Grund dafür sei auch, sagte der Manager am Dienstag in Frankfurt, dass der Großanlagenbau nach der Restrukturierung schon 2001 wieder in die schwarzen Zahlen komme. In dieser Sparte hatte die mg im Geschäftsjahr 1999/2000 erhebliche Probleme zu bewältigen.

Insgesamt erreichte das Unternehmen im ersten Halbjahr 2000/2001 einen Umsatz von 4,14 Milliarden Euro, gut drei Prozent mehr als vor Jahresfrist. Der Gewinn vor Steuern kletterte um 6,6 Prozent auf 115,6 Millionen Euro. Dieses Ergebnis wertet Neukirchen als Beleg für seine Strategie: Die Konzentration auf Spezialchemie, den Anlagenbau für die Pharma-, Chemie- und Nahrungsmittelindustrie und Umwelttechnologie, der Ausbau der Geschäftsfelder zu führenden Marktpositionen hätten sich ebenso ausgezahlt wie der Verkauf von Geschäftsfeldern. Noch 2001 will sich mg von der Metallurgie und dem Stahlbau trennen.

Zufrieden ist der Manager, dass die Verluste im Großanlagenbau deutlich reduziert werden konnten. Nach einem Minus von 43,5 Millionen Euro im ersten Halbjahr 1999/2000 waren es jetzt nur noch elf Millionen Euro. Auch die Geschäfte von Dynamit Nobel laufen rund. Das Vorsteuerergebnis der Chemiesparte kletterte im ersten Halbjahr um fast 48 Prozent auf 132 Millionen Euro.

Die Mg-Aktie lag am Dienstag nahezu unverändert bei 12,5 Euro. Bei fairer Bewertung müsste der Kurs Neukirchen zufolge kurzfristig 16 bis 18 Euro erreichen.

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