Wirtschaft : Mg technologies: Kuwait will angeblich Anteil verkaufen

Die Mg technologies scheint wegen der Millionenverluste im Anlagenbau immer stärker unter Druck zu geraten. Wie die "Wirtschaftswoche" berichtet, will Großaktionär Kuwait sein Aktienpaket von neun Prozent angeblich verkaufen. Die Araber hätten kein Vertrauen mehr in Firmenchef Kajo Neukirchen, berichtet das Magazin unter Berufung auf Kreise des Investment Office Kuwait. Ein Mg-Sprecher sagte dagegen, die Mg gehe davon aus, dass Kuwait als Aktionär zu dem Unternehmen stehe. Von möglichen Verkaufsabsichten sei der Mg nichts bekannt. Nach einem Bericht des "Spiegel" wollen Mg-Aktionäre zudem Neukirchen und seinen Vorstandskollegen die Entlastung verweigern und eine Sonderprüfung des Jahresabschlusses durchsetzen. Die Kritiker würfen Neukirchen vor, mit laxen Kontrollen beim Anlagenbauer Lurgi Milliardenwerte vernichtet und die Mg-Ergebnisrechnung mit Firmenverkäufen und der Umstellung auf US-Bilanzierungsregeln geschönt zu haben. In Aktionärskreisen wurde vermutet, dass der frühere Gea-Mehrheitsaktionär Otto Happel über die Mg verärgert sein könnte. Die Mg hatte 1999 per Aktientausch die Mehrheit an der Gea übernommen. Bei dem Umtauschgutachten sei davon ausgegangen worden, dass die Gewinne der Lurgi-Gruppe in den Folgejahren auf bis zu 300 Millionen Mark steigen, schreibt der "Spiegel". In 2000 hatte der Großanlagenbau aber ein Minus von 107 Millionen Euro ausgewiesen.

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