Wirtschaft : Microsoft ändert Lizenzverträge

Gates fürchtet um Spitzenstellung WASHINGTON (dpa).Microsoft-Chef Bill Gates fürchtet um die Zukunft des weltweit führenden Softwarekonzerns, wenn er aus kartellrechtlichen Gründen seine Produkte nicht weiterentwickeln kann.Der Unternehmer versicherte am Dienstag in Washington, er habe nicht die Absicht, den "Informations-Highway in eine gebührenpflichtige Straße zu verwandeln".In einem Text für die Anhörung vor dem Justizausschuß des Senats nannte Gates es "lächerlich, zu glauben, irgendeine Firma könnte den Zugang zum Internet kontrollieren." Am Tag vor der Anhörung kündigte Microsoft an, umstrittene Verträge mit zwölf Internet-Anbietern in den USA sowie 30 europäischen Service-Providern zu ändern.In den Verträgen hatte Microsoft bislang die Firmen, die einen Zugang zum Internet bereitstellen, verpflichtet, ausschließlich die Microsoft-Software "Internet Explorer" einzusetzen.Die Europäische Kommission hatte im Oktober Ermittlungen gegen Microsoft eingeleitet, weil sie darin Marktbehinderungen sah."Microsoft hat uns darüber informiert, daß es neue Verträge geben wird", sagte ein Sprecher.Jim Barksdale vom Microsoft-Konkurrenten Netscape, beschuldigte Gates weiter, sich "räuberischer Aussperrungstaktiken" bedient zu haben.Netscapes Internet-Software "Navigator" hatte stark an Absatz eingebüßt, weil Microsoft die Hersteller zwingen wollte, Windows immer mit dem Internet Explorer anzubieten.

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