Wirtschaft : Microsoft: Aus einem werden zwei Monopole

Paul Krugmans Einschätzung findet sich auf de

Richter Thomas Penfield Jackson hat entschieden. Aber: Es ist fraglich, ob die Zweiteilung das Problem löst. Das ökonomische Problem wird unter der Überschrift "Komplementäre Monopole" verhandelt. Paul Krugman, Wirtschaftswissenschaftler am MIT und Kommentator der New York Times, meint, dass eine Zweiteilung alles nur noch schlimmer mache. Warum? Weil zwei Firmen entstehen, die jeweils das Monopol auf ein Gut haben, dass nur zusammen mit dem anderen genutzt werden kann. Senkt der eine die Preise, um die Nachfrage zu erhöhen, kann der andere die Preise erhöhen und eine größere Monopolrente einfahren. Jedes Unternehmen wird bestrebt sein, auf Kosten des anderen seine Monopolrente zu verbessern; die Preise steigen, die Nachfrage wird geringer. So muss es nicht kommen, argumentiert Paul Romer, auch ein Star der US-Ökonomie. Der Stanford-Wissenschaftler hofft darauf, dass die beiden Microsoft-Nachfolgefirmen in den Wettbewerb treten. Sie würden versuchen, Gewinne auf Kosten des anderen zu machen. Eine Situation entstünde vergleichbar jener Mitte der 90er Jahre, als Netscape gegen Microsoft antrat. Das hält auch Richter Jackson für den wahrscheinlichen Ausgang. Kein Wunder: Paul Romers Text ist ein Gutachten für das amerikanische Justizministerium. ank

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