Wirtschaft : Microsoft: Computer durch Hacker erneut lahmgelegt

Ein Hacker-Angriff hat die Websites von Microsoft lahmgelegt und damit beim US-Softwarekonzern bereits für den dritten stundenlangen Ausfall innerhalb einer Woche gesorgt: Das Unternehmen wurde am Donnerstag (Ortszeit) Ziel einer "Denial-of-Service"-Attacke, bei der ein Rechner mit nutzlosen Daten überflutet und außer Gefecht gesetzt wird. Der Zugriff auf mehrere Websites wie MSN.com sei durch den Angriff stundenlang nicht möglich gewesen, teilte Microsoft in San Francisco mit. Das Unternehmen von Bill Gates schaltete die US-Bundespolizei FBI ein. Es hatte in dieser Woche bereits zwei andere stundenlange Ausfälle verkraften müssen und damit die Nutzer verärgert. Diese Pannen waren auf technische Probleme zurückzuführen.

"Es ist bedauerlich, dass eine oder mehrere Personen solche illegalen Aktionen begehen können", erklärte Microsoft. Es werde alles Menschenmögliche getan, damit das Netz derartigen Angriffen künftig standhalten könne. Der erneute Ausfall durch den Hacker-Angriff habe nichts mit den technischen Problemen zu tun, durch die zahlreiche Microsoft-Websites, darunter der E-Mail-Dienst Hotmail, am Dienstag und Mittwoch für fast 24 Stunden zusammengebrochen waren, betonte das Unternehmen.

Bei einer "Denial-of-Service"-Attacke wird der angegriffene Internet-Rechner des Anbieters zeitgleich mit unzähligen Anfragen "bombardiert". Er kommt mit dem Antworten nicht mehr nach und bricht zusammen.

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