Wirtschaft : Microsoft greift Oracle und Sun an

Der Softwaregigant Microsoft setzt in Zukunft verstärkt auf Business-Software. Microsoft-Chef Steve Ballmer will vor allem mehr Computer-Programme an bisherige Kunden von Sun Microsystems und Oracle verkaufen. So sollen die sinkenden Umsätze bei den Windows-Programmen ausgeglichen werden, die durch den weltweit schrumpfenden Absatz bei Personal Computern entstehen. "Das ist ein kritischer Geschäftsbereich für uns, wenn man bedenkt wo wir bisher unser Know-how, unser Geld und unsere Leute eingesetzt haben", sagte Ballmer am Mittwoch (Ortszeit) in Lake Buena Vista (Florida). "Wir haben schon einige Fortschritte gemacht, aber wir müssen noch viel mehr tun."

Microsoft verkauft Programme für Computer-Server, mit denen Netzwerke, Websites oder Datenbanken betrieben werden. Dabei kann der Konzern Software anbieten, die weniger kostet als die Produkte von Konkurrenten wie Sun, IBM oder Oracle. Nach Ansicht mancher Experten bieten die Microsoft-Produkte allerdings auch nicht die Stabilität und Funktionalität der Konkurrenzprodukte. Die niedrigeren Preise könnten nun nach Ansicht von Analysten dafür sorgen, dass mehr Unternehmen auf Microsoft-Produkte umsteigen, weil sie wegen der Konjunkturkrise Geld sparen müssen. Die Microsoft-Aktie hat im vergangenen Jahr 30 Prozent zugelegt, während Oracle-Papiere gleichzeitig 47 Prozent und Sun Microsystems 61 Prozent verloren.

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