Wirtschaft : Microsoft: Softwarehersteller will gütliche Einigung

Microsoft will nach einem Bericht des "Wall Street Journal" vom Montag noch in dieser Woche neue Vorschläge für eine außergerichtliche Einigung im laufenden Kartellverfahren machen. William Neukom, Rechtsexperte des Softwareherstellers, werde die Vorschläge der Regierung und dem Gericht noch in der laufenden Woche präsentieren, hieß es. Einzelheiten sind bislang nicht bekannt. Das US-Justizministerium hatte am vergangenen Donnerstag für eine überraschende Wende im Microsoft-Prozess gesorgt. Die US-Regierung wolle sich nicht länger für eine Zerschlagung des Konzerns einsetzen. Microsoft ist in dem Prozess wegen Wettbewerbsverstößen schuldig gesprochen worden. Derzeit liegt der Fall bei der Richterin Colleen Kollar-Kotelly, die die Streitparteien für den 21. September zu einem ersten Treffen aufgefordert hat. "Wir erwarten weiterhin eine faire und schnelle Entscheidung", kommentierte Microsofts Finanzchef John Conners die Entwicklung. Für den Fall, dass Microsoft aus ihrer Sicht nicht hart genug bestraft werden sollte, kündigten am Wochenende die Generalstaatsanwälte der US-Staaten New York und Kalifornien eigene Sanktionen gegen das Unternehmen an. Sie wollen zum Beispiel darauf drängen, dass das neue Betriebssystem Windows XP ins Zentrum der Verhandlungen rückt.

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