Wirtschaft : Microsoft überrascht mit stabilem Gewinn

Hamburg (dpa).

Hamburg (dpa). Die Unsicherheit bei Technologie-Unternehmen hält auch zum Wochenende an. Daran änderten auch die zum Wochenschluss veröffentlichten Quartalszahlen der Branchen-Schwergewichte Microsoft und Nokia nichts - beide Unternehmen übertrafen leicht die Erwartungen der Anleger.

Der weltgrößte Software-Hersteller Microsoft blieb trotz starkem Gewinnrückgang über den Prognosen der Wall-Street-Analysten, die genauso wie bei anderen Unternehmen der Branche mit einem Gewinnrückgang gerechnet hatten. Der weltgrößte Software-Konzern verdiente im ersten Quartal seines laufenden Geschäftsjahres (Juli - September) nur noch 1,28 Milliarden Dollar (2,8 Milliarden Mark) gegenüber 2,21 Milliarden Dollar im Vorjahr.

Ursache waren starke Wertverluste der Investitionen im Kabelfernseh- und Telekombereich. Ohne Sonderbelastungen verdiente Microsoft 43 Cents je Aktie, während die Wall Street nur mit 39 Cents je Aktie gerechnet hatte. Für das am 30. Juni 2002 auslaufende Geschäftsjahr rechnet der Software-Produzent mit einem Umsatz von 28,4 bis 29,1 Milliarden Dollar und mit einem operativen Gewinn von zwölf bis 12,4 Milliarden Dollar. Der Gewinn pro Aktie dürfte bei 1,61 bis 1,66 Dollar liegen. Dies steht im Einklang mit den Wall-Street-Erwartungen.

Hohe Verluste gaben die großen amerikanischen Computer- und Softwarefirmen Sun Microsystems und Gateway bekannt. Sun Microsystems verbuchte im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs 2001/2002 (30. Juni) einen Verlust von 180 Millionen Dollar; im Vorjahr hatte das Unternehmen ein Plus von 456 Millionen Dollar erwirtschaftet. Der Umsatz brach um 43 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar ein.

Auch der PC-Hersteller Gateway verbuchte im dritten Quartal und in den ersten neun Monaten dieses Jahres riesige Verluste. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres fiel ein Verlust von einer Milliarde Dollar an gegenüber einem Gewinn von 369,6 Millionen Dollar im Vorjahr.

Gewaltige Verluste verbuchten hingegen die amerikanischen Telekommunikationsfirmen Corning und Nortel Networks. Corning machte im dritten Quartal 220 Millionen Dollar Verlust; im Vorjahr hatte das Unternehmen noch ein Plus von 254 Millionen Dollar ausgewiesen. Der Umsatz sank um 21 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar.

Nortel verlor im dritten Quartal dieses Jahres 3,5 Milliarden US- Dollar (Vorjahr: 586 Millionen Dollar). Der Umsatz sackte auf nur noch 3,7 (6,7) Milliarden Dollar ab. In den ersten neun Monaten setzte Nortel 14,1 (19,8) Milliarden Dollar um. Angesichts von Wertberichtigungen auf Investments, Umstrukturierungsmaßnahmen und anderen enormen Sonderkosten häufte das Unternehmen einen monumentalen Neunmonats-Verlust von 24,7 Milliarden Dollar an.

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