Wirtschaft : Microsoft verdient deutlich weniger Gewinn und Umsatz beim US-Konzern brechen ein

Redmond - Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft setzt nach einem erneuten Umsatz- und Gewinnrückgang alle Hoffnung auf Windows 7. Das letzte Geschäftsquartal vor der Einführung des neuen Betriebssystems fiel trotz der Einbußen weit weniger schlecht aus, als von Analysten befürchtet. Dies ließ die Aktie am Freitag auf Höhenflug gehen. Zum Börsenauftakt in New York legte das Papier mehr als zehn Prozent zu.

Microsofts Überschuss sank im abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal 2009/2010 um 18 Prozent auf knapp 3,6 Milliarden Dollar (2,4 Milliarden Euro). Der Umsatz gab um 14 Prozent auf 12,9 Milliarden Dollar nach, wie der Konzern in Redmond im USBundesstaat Washington bekannt gab.

Ein Grund für die rückläufigen Zahlen war neben der Wirtschaftskrise, dass vor dem Marktstart von Windows 7 viele Kunden mit dem Kauf neuer Software gewartet hatten. Schon erzielte Umsätze für Upgrades von früheren Versionen werden zudem erst später gebucht.

Finanzchef Chris Liddell meinte daher auch: „Wir sind mit unserem Abschneiden in diesem Quartal sehr zufrieden und besonders auch mit der starken Nachfrage der Verbraucher nach Windows.“ Angesichts der Krise hatte Microsoft zuletzt massiv gespart und erstmals in seiner Geschichte Stellen gestrichen. Der Konzern will weiter Disziplin halten. Microsoft kündigte für das laufende Geschäftsjahr weniger Ausgaben als bisher geplant an. Die Umsätze fielen zuletzt in allen Microsoft-Sparten oder stagnierten allenfalls. Das Online-Geschäft weitete zudem seine Verluste nochmals aus.

Windows beherrscht den Markt für Betriebssysteme mit einem Anteil von weltweit gut 95 Prozent. Microsoft bekommt aber zunehmend Konkurrenz. Bei der Internetsuche liegt Microsoft trotz seiner neuen Suchmaschine Bing und einer geplanten Allianz mit Yahoo weit hinter Google zurück. dpa

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