Microsoft vs. Yahoo : Der heiße Kampf um die Internetwerbung

Microsoft ist es zwar nicht gelungen, das Internetportal Yahoo komplett zu übernehmen. Der Gigant der Computerbranche will sich jedoch nicht geschlagen geben. Die neue Strategie: Yahoo soll zerlegt werden und sein Asiengeschäft abtreten. Die Chefetage ist davon wenig begeistert.

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Duell der Giganten. Nachdem die komplette Übernahme gescheitert ist, will Microsoft das Internetportal Yahoo nun aufspalten. -Foto: dpa

WashingtonZuletzt geriet Microsoft in die Schlagzeilen, weil die komplette Übernahme von Yahoo scheiterte. Einem Zeitungsbericht zufolge plant der US-Softwareriese nun die Aufspaltung des Internetportals. Microsoft wolle von Yahoo das Geschäft mit Internetwerbung übernehmen, berichtete das gewöhnlich gut informierte "Wall Street Journal" in seiner Onlineausgabe.

Weiter solle Yahoo seine Aktivitäten in Asien an Microsoft abtreten. Am verbleibenden Unternehmen will der Softwarekonzern demnach einen Anteil übernehmen. Diese Zerschlagung des Internetportals kommt bei der Yahoo-Unternehmensführung laut "WSJ" allerdings nicht gut an.

Die Werbung im Netz wird immer wichtiger

Das Onlinewerbegeschäft steht im Mittelpunkt des Interesses von Microsoft: Der Softwarekonzern versucht seit geraumer Zeit, den Internetgiganten Google anzugreifen, der den Markt mit Werbung im Internet klar dominiert. Schon das etwa 45 Milliarden Dollar (rund 30 Milliarden Euro) schwere Übernahmeangebot im Februar hatte der Softwareriese so begründet. Internetwerbung gewinnt immer mehr an Bedeutung: Viele Dienste seien kostenlos und werden somit durch Werbung finanziert. Das gilt zunehmend auch für Software, das ursprüngliche Microsoft-Kerngeschäft: Sie wird verstärkt kostenlos im Netz angeboten - und zwar werbefinanziert.

Microsoft hatte am Sonntag mitgeteilt, nach der gescheiterten Übernahme von Yahoo zwar keine Übernahme mehr anzustreben, dafür aber eine andere Form der Zusammenarbeit mit Yahoo. Ziel ist demnach, "die Online-Dienste und das Anzeigengeschäft zu verbessern und auszubauen". Wie diese Alternative zur Übernahme genau aussehen könnte, hatte Microsoft nicht bekannt gegeben. (stb/AFP)

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