Wirtschaft : Miete verschlingt ein Viertel des Lohns

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(dpa). Die Bundesbürger konsumieren zunehmend zu Lasten ihrer Sparbücher. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte stiegen zwischen 1991 und 2002 um 44 Prozent, das verfügbare Einkommen nahm dagegen nur um 39 Prozent zu. Diese Entwicklung ging zu Lasten der Ersparnis. Die Sparquote verringerte sich von 13 Prozent auf 10,4 Prozent, berichtete das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden. Mieten fressen dabei einen immer größeren Teil der Einkommen auf – im vergangenen Jahr waren es bereits 25 Prozent. 1991 lag ihr Anteil an den Gesamtausgaben erst bei 20 Prozent, während es 1970 noch 18 Prozent waren. Weniger gaben die Deutschen dagegen für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren aus. Der Ausgabenanteil sank von 26 Prozent im Jahr 1970 auf 18 Prozent 1991 und betrug im Vorjahr nur noch 16 Prozent. Im vergangenen Jahr gaben die privaten Haushalte insgesamt 1,2 Billionen Euro aus. Das entspricht etwa 14 500 Euro je Einwohner.

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