Mietstreit : Highstreet dementiert Einigung bei Karstadt

Die Nerven der Karstadt-Mitarbeiter werden weiter auf eine harte Probe gestellt. Kurz nachdem Investor Berggruen und die Valovis-Bank eine Teileinigung verkündeten, wies das Immobilienkonsortium Highstreet diese Darstellung zurück.

Der Karstadt-Investor Nicolas Berggruen und die Essener Valovis-Bank hätten „einmal mehr eine Einigung verkündet, die keine ist“, heißt es in einer am Dienstag verbreiteten Mitteilung. Berggruen und Valovis hatten zuvor von einer Einigung über wesentliche Punkte des Mietvertrags für die Karstadt-Häuser berichtet.

Gleichzeitig hatten der Investor und die Bank jedoch von Highstreet eine „zügige“ und „vorzeitige“ Ablösung eines durch Valovis bis zum Jahr 2014 gewährten Kredits verlangt. Dieser umfasst die Summe von mehr als 850 Millionen Euro. Über diesen Punkt habe es keinerlei Absprachen mit Highstreet gegeben, sagte ein Sprecher des Immobilienkonsortiums. Man werde diese Forderung nun prüfen, sich dabei aber auf keine Fristen festlegen lassen.

Damit der von Berggruen für Karstadt unterzeichnete Mietvertrag für Karstadt in Kraft treten kann, muss eine Einigung mit Highstreet bis zu diesem Donnerstag erfolgen. In Abstimmung mit Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg kann diese Frist jedoch noch einmal bis zum 30. Juli verlängert werden.

Die Essener Valovis-Bank hatte für den Kauf der Karstadt- Warenhäuser durch Highstreet einen 850 Millionen Euro-Kredit bereitgestellt. Dafür hatte das Institut als Sicherheit 53 Warenhäuser erhalten. Durch die nun geforderte vorzeitige Ablösung des Kredits solle es zu einem „sachgerechten Risikoausgleich“ zwischen Highstreet als Eigentümer der Immobilien und dem potentiellen Mieter Karstadt kommen, hieß es in den Erklärungen von Valovis und Berggruen. (sf/dpa)

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