Wirtschaft : Mike Moore will ärmere Länder stützen

GENF (jdh).Für den Fall seiner Wahl zum neuen Generaldirektor der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf will sich der 50jährige Ex-Premier Neuseelands, amtierender Vize und Wirtschaftsminister Mike Moore für das geplante rechtliche Beratungszentrum für ärmere Staaten einsetzen.Das von Kolumbien, anderen Entwicklungsländern und den Niederlanden unterstützte Projekt löste bisher bei den Offiziellen der EU und der USA wenig Begeisterung aus.Befürchtungen wurden laut, der preiswerte juristische Beistand könnte eine Prozeßlawine vor dem Streitschlichtungsausschuß der WTO auslösen.Umstritten ist auch, ob das Zentrum an die WTO angeschlossen werden soll.Wie Moore, der als Gewerkschafter und Menschenrechtskämpfer aktiv war und sich um den Spitzenposten bei der WTO bewirbt, im Gespräch mit dem Tagesspiegel betonte, wüßten Politiker vieler Entwicklungsländer, daß er "am besten für ihre Sache eintreten werde".Zumal ihm sein guter Draht nach Washington und in die europäischen Hauptstädte bei der Mission für die ärmeren Staaten helfen würde.Moore sieht in der faktischen Rechtlosigkeit vieler Entwicklungsländer ein ernstes Problem."Die haben einfach nicht das nötige Geld, um sich aktiv des Streitschlichtungsmechanismus der WTO zu bedienen," sagte er.Auch über das Konsensprinzip bei der Nominierung zum WTO-Chef werde man nachdenken müssen.Bislang wird über den Chefposten nicht formal abgestimmt.Es gilt das Konsensverfahren.Es wird solange verhandelt, bis das letzte Mitglied sich für den Kandidaten der Mehrheit entscheidet.

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